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24.08.2019, 13:43 Uhr
CDU-Kreisverband veranstaltet „Bürgerdialog“ in Kirchdorf
Großes Interesse am Jakobskreuzkraut
Auf großes Interesse stieß der „Bürgerdialog“ der CDU-Kreisverbände Diepholz und Nienburg zum Thema Jakobskreuzkraut. Über 50 Bürger, darunter viele Landwirte, kamen gestern Abend ins Hotel Baumanns Hof in Kirchdorf, um sich über den neuesten Sachstand zu der sich stark ausbreitenden Giftpflanze zu informieren. Die Kreisvorsitzenden Axel Knoerig MdB und Dr. Frank Schmädeke begrüßten Dirk Ehlers von der Nienburger Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Referenten. Schmädeke hatte diesen als fachkundigen Experten vermittelt.
In einem umfassenden Vortrag stellte Ehlers biologische Charakteristika wie Aussehen, Wachstum und Blüte der Pflanze sowie ählicher Kräuter vor. Wie er bezüglich der giftigen Wirkung ausführte, stellt das Jakobskreuzkraut vor allem für Nutztiere wie Pferde und Rinder eine Gefahr dar. Eine Anreicherung in der Leber könne die Tiere schwer krank machen und sogar ihren Tod verursachen. Wichtig seien weitere wissenschaftliche Studien zu den Auswirkungen des Krauts, da auch z.B. beim Honig noch nicht geklärt sei, inwiefern enthaltene Pflanzengiftstoffe darin abgebaut würden. In der anschließenden Debatte berichteten Landwirte von ihren Erfahrungen mit der Pflanze. So zeige das Bekämpfen mit chemischen Mitteln wenig Erfolg, das Entfernen der Kräuter samt Wurzeln per Hand sei sehr aufwendig. Unbewirtschaftete Flächen seien stärker von der Ausbreitung des Jakobkreuzkrauts betroffen als bewirtschaftete Flächen, die regelmäßig gedüngt werden. Ein Vertreter der AWG Bassum wies darauf hin, dass die Pflanze in der grauen Tonne zu entsorgen sei, um die Verbreitung einzudämmen. Es wurde darauf verwiesen, dass in Schleswig-Holstein neue Versuchsprojekte mit natürlichen Feinden wie Raupen laufen. „Jede Kommune sollte einen Aktionsplan erstellen“, hielt Knoerig fest. „Gefragt ist eine enge Abstimmung und Kooperation mit den Landwirten sowie der Straßenverwaltung. Letztere sollte mehrmals jährlich die Wegesränder mulchen, vor allem während der Blütezeit.“ Zum Zwecke zusätzlicher Wissenschaftsstudien will sich der Abgeordnete an das Bundesforschungsministerium wenden. An dem Termin nahmen von Seiten der Verwaltung u.a. Bürgermeister Holger Könemann und Amtskollege Heinrich Schwenker aus Wehrbleck sowie von der Samtgemeinde Bürgermeister Heinrich Kammacher und Klaus-Dieter Peth vom Fachbereich Bauen und Entwicklung teil.

Foto: Referent Dirk Ehlers, Dr. Frank Schmädeke MdL, Axel Knoerig MdB, Ratsmitglied Christian Thiermann, CDU-Mitgliederbeauftragter Bastian Kleinewegen, Stefan Meyer vom Landvolk (v.l.)

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